{"id":5651,"date":"2020-02-04T08:00:22","date_gmt":"2020-02-03T18:00:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dexeus.com\/blog\/aktuell\/contre-le-cancer-faites-du-sport\/"},"modified":"2023-03-17T13:09:23","modified_gmt":"2023-03-17T12:09:23","slug":"gegen-krebs-machen-sie-sport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dexeus.com\/blog\/de\/aktuell\/gegen-krebs-machen-sie-sport\/","title":{"rendered":"Gegen Krebs, machen Sie Sport!"},"content":{"rendered":"<p>Es ist allgemein bekannt, dass k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t gut f\u00fcr die Gesundheit ist, nicht aber, dass sie das Risiko reduziert, eine Krebserkrankung zu entwickeln, und dass sie bei Personen, die diese Krankheit erlitten haben, gegen m\u00f6gliche R\u00fcckf\u00e4lle sch\u00fctzt und auch hilft, die Behandlung besser zu bew\u00e4ltigen. Das ist eine sehr gute Nachricht! Es gibt eine Vielfalt von wissenschaftlichen Studien, die es beweisen. Auch die Weltgesundheitsorganisation best\u00e4tigt es und bietet Empfehlungen an f\u00fcr verschiedene Altersgruppen (siehe Kasten am Ende).<\/p>\n<p>Nicht alle Onkologen empfehlen jedoch ihren Patienten Sport zu machen und, wenn sie es tun, folgt nur ein Drittel der Patienten den Empfehlungen ihrer \u00c4rzte. Anl\u00e4sslich des <strong>Weltkrebstages<\/strong>, der heute stattfindet, widmen wir den Beitrag dieser Woche diesem Thema. <strong>Dr. Rafael F\u00e1bregas<\/strong>, Fachspezialist f\u00fcr Onkologische Gyn\u00e4kologie und Senologie in unserem Zentrum erkl\u00e4rt warum Sport zur Vorbeugung von Krebs beitr\u00e4gt, welche \u00dcbungen ratsam sind und wie und wann man anfangen kann, diese zu betreiben.<\/p>\n<p><strong>Die erste Frage ist: woher kommt die sch\u00fctzende Wirkung?<\/strong> Sport zu machen reduziert die Hormonkonzentration im Blut \u2013manche Brustkrebsarten haben, zum Beispiel, einen hormonellen Ursprung\u2013 und bek\u00e4mpft zudem Entz\u00fcndungsprozesse, die mit der Entwicklung dieser Krankheit verkn\u00fcpft sind. Au\u00dferdem tr\u00e4gt k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t dazu bei, den Insulinspiegel (Zucker) zu regulieren, sie bek\u00e4mpft auch den Bewegungsmangel und die Gewichtszunahme, drei Faktoren, die als Risikofaktoren f\u00fcr Krebs gelten. Andererseits hat Sport viele positive Auswirkungen in der Gem\u00fctsebene, und das tr\u00e4gt immer dazu bei, eine Krankheit besser zu bew\u00e4ltigen. Auch Angstgef\u00fchle werden dabei reduziert, und die Beweglichkeit und das Gleichgewicht werden verbessert. K\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t tr\u00e4gt auch zur Erhaltung der Knochendichte und der Muskelmasse bei, erh\u00f6ht die Ausdauer, lindert die Schmerzen, verst\u00e4rkt das Selbstbewusstsein, liefert Energie und tr\u00e4gt dazu bei, besser zu schlafen. Man kann nicht mehr verlangen!<\/p>\n<p><strong>Sch\u00fctz es vor allen Krebsarten?<\/strong> Nahezu. Wenn wir uns auf Krebsarten, die Frauen betreffen, beschr\u00e4nken, dann haben wir gesehen, dass Sport eine sch\u00fctzende Wirkung gegen Brustkrebs, Geb\u00e4rmutterk\u00f6rperkrebs und Geb\u00e4rmutterkrebs aufweist. Beim Eierstockkrebs konnten wir es bisher nicht deutlich best\u00e4tigen, da es sich hierbei um einen komplexeren und seltenen Krebs handelt. Bei den restlichen Krebsarten hat man die vorteilhafte Wirkung von Sport auch sehen k\u00f6nnen, bei Lungen-, Rektum-, Dickdarm-, Blasen-, Prostata-, Magen-, Darmkrebs, Myelom\u2026<\/p>\n<p><strong>Welche Sportaktivit\u00e4ten sind empfehlenswert?<\/strong> Aerobe Aktivit\u00e4ten, wie beispielsweise Laufen, Joggen, Tanzen, Schwimmen oder Fahrradfahren, die die Gelenke in Bewegung setzen und die Muskeln von verschiedenen K\u00f6rperregionen aktivieren. Diese Art von Aktivit\u00e4ten ben\u00f6tigen, dass das Herz schneller schl\u00e4gt, um die Durchblutung und die Sauerstoff-Versorgung zu erh\u00f6hen. Das wiederum verbessert die Sauerstoffanreicherung der Gewebe und aktiviert das Herz-Kreislauf-System. Die Muskelaktivit\u00e4t bewirkt au\u00dferdem, dass der K\u00f6rper Fett und Kohlenhydrate verbrennt, um die notwendige Energie zu erhalten. Im Falle von Brustkrebs, empfehle ich besonders Nordic Walking, da bei der Ben\u00fctzung von St\u00f6cken auch die Bewegung der Arme gef\u00f6rdert wird.<\/p>\n<p><strong>Wie oft und wie lange sollte man Sport betreiben?<\/strong> Es wird empfohlen, dreimal die Woche in etwa 45 Minuten lang zu trainieren, aber das muss immer der Leistungsf\u00e4higkeit der jeweiligen Person angepasst werden. Es ist vorteilhaft morgens Sport zu machen, da man erholter und entspannter ist, man sollte es vorzugsweise im Freien tun \u2013der Kontakt mit der Natur f\u00f6rdert auch das Wohlbefinden\u2013 und, wenn m\u00f6glich, in der Gruppe: man ist dann motivierter und \u00fcblicherweise auch konsequenter. Dennoch sind sowohl die H\u00e4ufigkeit als auch die Intensit\u00e4t unterschiedlich, sie h\u00e4ngen von der k\u00f6rperlichen Kondition der jeweiligen Frau ab. Normal ist, dass die k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t eine gewisse Anstrengung erfordert.<\/p>\n<p><strong>Wenn man gerade in Behandlung ist, wann kann man damit beginnen? <\/strong>Im Prinzip, und wenn Ihnen nicht davon abgeraten wurde, k\u00f6nnen Sie sowohl bei Radiotherapie, als auch bei Chemotherapie Sport treiben, es wird sogar empfohlen, denn es tr\u00e4gt dazu bei, die Nebenwirkungen von diesen Behandlungen zu lindern, wie zum Beispiel die \u00dcbelkeit, die Darmverstopfung, die Appetitlosigkeit, der Zuwachs des K\u00f6rperfettanteils, der Kraft- und Muskelmasseverlust, das Gef\u00fchl der M\u00fcdigkeit oder die Verminderung des sexuellen Verlangens. Es ist jedoch empfehlenswert, erst einige Tage nach der Behandlung aktiv zu werden und Orte, die das Infektionsrisiko steigern k\u00f6nnten \u2013wie Wasserzonen in Fitness-Studios oder B\u00e4der\u2013 oder \u00dcbungen, die eine gr\u00f6\u00dfere k\u00f6rperliche Anstrengung erfordern, zu vermeiden, vor allem, wenn das Immunsystem geschw\u00e4cht ist.<\/p>\n<p><strong>Ist es ratsam von einem professionellen Trainer betreut zu werden? <\/strong>Das h\u00e4ngt davon ab, ob Sie schon vor der Diagnose Sport getrieben haben oder nicht, und von der Krebs- und Behandlungsart. Im Allgemeinen ist es immer ratsam sich von einem Fachspezialisten beraten zu lassen, beispielsweise von einem Physiotherapeuten, vor allem, wenn die Auswirkungen der Chirurgie, der Chemotherapie oder der Radiotherapie hoch sind und man keine besonders gute Kondition hat. Au\u00dferdem ist es wichtig die Lokalisierung des Tumors zu ber\u00fccksichtigen, denn Muskel, Sehnen und B\u00e4nder, die sich in der N\u00e4he des chirurgischen Eingriffes oder der bestrahlten Gegend befinden, beeintr\u00e4chtigt, angeschlagen oder sensibler sein k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><strong>Wie kann man \u00dcberanstrengungen vermeiden? <\/strong>Damit das Training wirksam ist, ist es im Allgemeinen wichtig, dass man die Anstrengung f\u00fchlt: das Herz sollte schneller schlagen und man sollte schwitzen, das ist normal. Die Intensit\u00e4t und Dauer der \u00dcbungen m\u00fcssen jedoch dem Alter, der k\u00f6rperlichen Kondition und den pers\u00f6nlichen Umst\u00e4nden angepasst werden. Lassen Sie sich also bestenfalls von einem Fachspezialisten oder von Ihrem Arzt beraten. Auf jeden Fall sollten Sie aber bedenken, dass es immer besser ist, aktiv zu werden als gar nichts zu tun, abgesehen vom Alter und der jeweiligen Kondition, auch wenn Sie sich m\u00fcde f\u00fchlen. Es ist auch wichtig, die Messlatte niedrig anzusetzen und nach und nach den Rhythmus und die Dauer gem\u00e4\u00df der Reaktion des K\u00f6rpers und der Resultate zu steigern.<\/p>\n<p>Wir hoffen, dass unser Beitrag von Nutzen war! Und wenn Sie noch Fragen haben oder weitere Infos zu diesem Thema haben wollen, dann schreiben Sie und ein Kommentar!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist allgemein bekannt, dass k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t gut f\u00fcr die Gesundheit ist, nicht aber, dass sie das Risiko reduziert, eine Krebserkrankung zu entwickeln, und dass sie bei Personen, die diese Krankheit erlitten haben, gegen m\u00f6gliche R\u00fcckf\u00e4lle sch\u00fctzt und auch hilft, die Behandlung besser zu bew\u00e4ltigen. Das ist eine sehr gute Nachricht! 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