{"id":645399,"date":"2024-07-31T08:00:00","date_gmt":"2024-07-31T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dexeus.com\/blog\/aktuell\/asignacion-donante-ovulos\/"},"modified":"2024-09-16T12:59:07","modified_gmt":"2024-09-16T10:59:07","slug":"eizellspenderin-sein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dexeus.com\/blog\/de\/fruchtbarkeit\/eizellspenderin-sein\/","title":{"rendered":"Wie wird meine Eizellspenderin sein?"},"content":{"rendered":"\n<p>Obwohl es selten offen zugegeben wird, alle Frauen, die auf eine Eizellspende zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen, haben gro\u00dfes Interesse an der Spenderin. In einigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, wie Finnland, den Niederlanden, dem Vereinigten K\u00f6nigreich, und seit Kurzem auch Portugal, ist es m\u00f6glich, Informationen \u00fcber die Spenderinnen zu erhalten. In Spanien jedoch sieht das geltende Gesetz vor, dass die Spende von Gameten vollst\u00e4ndig anonym ist. Es ist Aufgabe des medizinischen Teams, aus den verschiedenen M\u00f6glichkeiten die Spenderin mit der gr\u00f6\u00dften \u00c4hnlichkeit auszuw\u00e4hlen.<br><br>Wie wird aber das <em>Matching<\/em> durchgef\u00fchrt? Wie erfolgt die Suche? Was veranlasst die Experten, die eine oder andere Kandidatin auszuw\u00e4hlen? Gibt es Computersysteme, die die Spenderinnen vergleichen und eine automatische Vorauswahl treffen? Die Biologen, die in Kinderwunschzentren arbeiten und mit dieser Aufgabe betraut sind, sind es gewohnt, von den Patientinnen alle m\u00f6glichen Fragen gestellt zu bekommen. <a>In diesem Beitrag erfahren Sie von <\/a><a href=\"https:\/\/de.dexeus.com\/uber-uns\/unsere-zentren\/medizinisches-team\/elisabet-clua-obrado\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Dr. Elisabet Clua<\/a>, Leiterin des <a href=\"https:\/\/www.dexeus.com\/informacion-de-salud\/enciclopedia-ginecologica\/medicina-de-la-reproduccion\/fecundacion-in-vitro-con-ovocitos-donados\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Programms f\u00fcr Eizell- und Embryonenspende bei Dexeus Mujer<\/a>, einige interessante Details zu diesem Verfahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><strong>Welche Elemente sind f\u00fcr ein gutes <\/strong><em><strong>Matching<\/strong><\/em><strong> entscheidend?<\/strong><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gr\u00fcndliche Beurteilung der k\u00f6rperlichen und geistigen Gesundheit. <\/strong>\u201eEs ist wesentlich, dass die Spenderin sowohl k\u00f6rperlich als auch geistig gesund ist. Deshalb m\u00fcssen vor anderen Tests wie Blutuntersuchungen oder gyn\u00e4kologischen Untersuchungen die Eigen- und Familienanamnese von drei Generationen sowie die Gewohnheiten und der Lebensstil gr\u00fcndlich erfasst werden\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Clua. Ziel ist es, m\u00f6gliche genetische, erbliche, infekti\u00f6se (HIV, Hepatitis usw.) und psychiatrische (Schizophrenie oder bipolare St\u00f6rung) Erkrankungen sowie Lernst\u00f6rungen (Aufmerksamkeitsdefizit, Hyperaktivit\u00e4t oder Legasthenie) und andere multifaktorielle St\u00f6rungen zu identifizieren, die ein h\u00f6heres Vererbungsrisiko haben als in der Allgemeinbev\u00f6lkerung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Genetische Untersuchungen zur Verringerung des Risikos bestimmter Erbkrankheiten. <\/strong>Bei Dexeus Mujer bieten wir den Spenderinnen das sogenannte Carrier-Screening an, das rezessive Erbkrankheiten identifiziert. Mit diesem Test kann festgestellt werden, ob die Spenderin Tr\u00e4gerin einer der im Test untersuchten Krankheiten ist, auch wenn sie selbst gesund ist. Diese Krankheiten werden als rezessiv bezeichnet, weil sie nur dann vererbt werden, wenn sowohl die Eizellspenderin als auch der Partner oder Samenspender Tr\u00e4ger sind.<br>Daher wird davon ausgegangen, dass ein erheblicher Teil der Bev\u00f6lkerung Tr\u00e4ger solcher Erkrankungen sein kann, ohne dass die meisten unter den Auswirkungen leiden. Die Ei- und Samenzellen zweier gesunder Tr\u00e4ger k\u00f6nnen jedoch ein krankes Kind hervorbringen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind das betroffene Gen auf beiden Seiten erbt, liegt bei 25 %. Mit dem von Dexeus Mujer verwendeten Screening k\u00f6nnen derzeit bis zu 300 rezessive Erbkrankheiten nachgewiesen werden. \u201eAllerdings gibt es kein Nullrisiko\u201c, betont Dr. Clua.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00c4hnlicher Ph\u00e4notyp, Gr\u00f6\u00dfe und K\u00f6rperma\u00dfe (BMI)<\/strong>. Ein weiterer Punkt von grundlegender Bedeutung f\u00fcr die Patientinnen ist, dass die Spenderin \u00e4hnliche k\u00f6rperliche Merkmale aufweist. \u201eDies wird nicht nur immer ber\u00fccksichtigt, sondern ist auch gesetzlich festgelegt\u201c, erkl\u00e4rt Elisabet Clua. Dexeus Mujer verf\u00fcgt \u00fcber eine Suchplattform, um Spenderinnen zu finden, die den gleichen Ph\u00e4notyp wie die Empf\u00e4ngerin haben. Dazu geh\u00f6ren die Ethnie (kaukasisch, asiatisch, hispanisch, afrikanisch usw.), die Augen- und Haarfarbe, die Haarstruktur (lockig, glatt oder wellig), die Gr\u00f6\u00dfe und die K\u00f6rperma\u00dfe (BMI). Nachdem eine potenzielle Kandidatin gefunden wurde, wird die genetische \u00dcbereinstimmung mit dem Partner der Empf\u00e4ngerin gepr\u00fcft. Bei einer Doppelspende wird auch ein Samenspender ausgesucht, der ebenfalls genetisch mit der Eizellspenderin \u00fcbereinstimmt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Alter z\u00e4hlt<\/strong>. Das spanische Gesetz legt das Alter der Spenderin auf 18 bis 35 Jahre fest. Diese Grenze wurde eingef\u00fchrt, um Risiken zu verringern, da mit zunehmendem Alter der Frau auch die Qualit\u00e4t ihrer Eizellen abnimmt. Damit steigt das Risiko f\u00fcr Chromosomenanomalien wie dem Down-Syndrom.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schneller ist nicht immer besser<\/strong>. In der Regel dauert die Zuweisung einer Spenderin ein bis zwei Monate. Das mag auf den ersten Blick langsam erscheinen. \u201eIch sage meinen Patientinnen immer, dass ein schnelleres Verfahren nicht unbedingt besser ist\u201c, erkl\u00e4rt Dr. Elisabet Clua.&nbsp; Um ein optimales <em>Matching<\/em> zu erreichen, sind eine gr\u00fcndliche Voruntersuchung und die genaue Bewertung der verschiedenen Parameter unerl\u00e4sslich. Eine Kandidatin mit besserer ph\u00e4notypischer \u00dcbereinstimmung (k\u00f6rperlich \u00e4hnlicher) kann aufgrund genetischer Tests dennoch ungeeignet sein. Zudem gibt es nicht immer mehrere Kandidatinnen f\u00fcr ein bestimmtes Profil. Wenn keine geeignete Spenderin gefunden wird, ist es ratsam, etwas l\u00e4nger zu warten, bis eine passende verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Frische oder vitrifizierte Eizellen?<\/strong> Bei Dexeus Mujer werden die meisten Eizellenspendezyklen mit frischen Eizellen durchgef\u00fchrt. Das bedeutet jedoch nicht, dass damit bessere Ergebnisse erzielt werden als mit vitrifizierten Eizellen. In einigen F\u00e4llen kann es vorteilhaft sein, vitrifizierte Eizellen zu verwenden, da dies schneller gehen kann. Dann wird die Samenprobe frisch verwendet.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss ein wichtiger Fakt:<br><strong>Die Epigenetik spielt ebenfalls eine Rolle.<\/strong> Viele Patientinnen sorgen sich, dass das Kind ihnen nicht \u00e4hneln oder sich nicht in die Familie einf\u00fcgen wird, da es nicht ihr leibliches Kind ist. Aber die Empf\u00e4ngerin beeinflusst auch w\u00e4hrend der Schwangerschaft die Entwicklung des Kindes. Ihre Geb\u00e4rmutter, ihre Gewohnheiten und Ern\u00e4hrung sowie andere Umweltfaktoren k\u00f6nnen die Expression von Genen beeinflussen. Auch das Umfeld, in dem das Kind aufw\u00e4chst, und seine Lebenserfahrungen wirken sich auf seine Pers\u00f6nlichkeit aus. Deshalb sehen die Kinder aus Eizellspenden ihren Eltern oft viel \u00e4hnlicher aus als urspr\u00fcnglich erwartet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl es selten offen zugegeben wird, alle Frauen, die auf eine Eizellspende zur\u00fcckgreifen m\u00fcssen, haben gro\u00dfes Interesse an der Spenderin. In einigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, wie Finnland, den Niederlanden, dem Vereinigten K\u00f6nigreich, und seit Kurzem auch Portugal, ist es m\u00f6glich, Informationen \u00fcber die Spenderinnen zu erhalten. 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